Hunde vor dem Supermarkt anbinden? Auf gar keinen Fall!!!

Gestern war ich mit meinem Frauchen in der Stadt zum Eisessen. Auf dem Weg vom Parkplatz in die Fußgängerzone kamen wir an einem Supermarkt vorbei. Eine kleine Menschenmenge hatte sich um eine junge Frau versammelt, die bitterlich weinte. Natürlich gingen wir hin, um zu erfahren, was denn passiert war: Die junge Dame hatte für die Zeit des Einkaufs ihr Königspudelmädchen an einem Haken vor dem Supermarkt angebunden. Als sie wieder herauskam, war der Hund weg.

Hat die noch alle Latten am Zaun?

Ich sage jetzt ganz sicher nicht, dass ihr das recht geschieht, schließlich ist einer meiner Artgenossen geklaut worden. Wer weiß, wo das Hundemädel jetzt ist? Wir wird es ihr gehen? Sie weint sich mit Sicherheit die Seele aus dem Leib und hat ganz furchtbare Angst. Wird sie jemals wieder ihre geliebte Mama in die Pfoten nehmen können? Was haben die Diebe nur mit ihr vor? Warum nur hat sie nicht sofort gebissen? Vermutlich, weil sie das nicht durfte.

Bequemlichkeit kann gefährlich werden.

Natürlich dürfen wir Hunde nicht mit in den Laden und ehrlich gesagt, hätte ich persönlich auch gar keine Lust, so vielen Menschen auf einem Haufen ständig auszuweichen. Ich wüsste auch gar nicht, ob ich vielleicht doch knurren oder schnappen würde, wenn mich „tierliebe“, aber völlig fremde Menschen permanent anfassen und streicheln wollten. Nur einen Weihnachtsmarkt stelle ich mir grausiger vor.

Mein Frauchen lässt mich zum Glück immer zu Hause, wenn sie in den Supermarkt geht. Dann holt sie mich eben danach wieder zu Hause ab und wir besuchen ihre Freundinnen, gehen Eis essen oder einfach spazieren. Zum Friseur oder zur Kosmetikerin darf ich mit rein, das ist immer lustig. Dort gibt es immer Kekse von Kalimero für uns Hunde und wir erfahren den neusten Klatsch und Tratsch.

Aber auf die Idee, einen Hund vor einem Supermarkt anzubinden, darauf muss man erst mal kommen. In sämtlichen sozialen Medien und Zeitungen wird ständig über solche Diebstähle berichtet. Das sollte selbst das Frauchen einer Königspudeldame wissen. Gerade sie, weil die meisten geklauten Hunde reinrassig und richtig teuer sind. Welcher Hundebesitzer möchte sein Tier als Gebärmaschine in irgendeinem Hinterhof vermuten? Ich glaube zwar nicht an eine „Tierversuchsmafia“, aber wer weiß? Selbst wenn der Dieb lediglich ein Familienvater ist, der seinem Töchterchen ein Weihnachtsgeschenk machen möchte, die ungeschützten Hunde vor einem Supermarkt laden geradezu ein, sich einfach einen zu nehmen.

Würden diese dummen Hundebesitzer auch ihr Baby im Kinderwagen unbeaufsichtigt vor den Supermarkt stellen? Ich glaube kaum. Ich glaube nicht einmal, dass sie überhaupt darüber nachdenken. Es ist einfach bequemer, als hin und her zu fahren.

Zuerst muss etwas ganz Schlimmes passieren. Wie der Dame mit dem Königspudel. Erst dann beginnen die Menschen nachzudenken.

Gedanken am Rande …

Ich wäre nicht Kalo, der beste Hund der Welt und mit Stolz der Hund in der Kalimero-Community, wenn ich nicht eine Geschäftsidee hätte:

Schüler und Studenten könnten stundenweise auf angeleinte Hunde vor einem Supermarkt aufpassen. Die haben doch alle Smartphones und können verdächtige Personen im Zweifelsfall filmen. Ein Supermarkt würde ganz bestimmte Zeiten öffentlich bewerben und so eine sympathische Publicity erzielen. Die Diebe wüssten das und würden nicht einmal versuchen, einen Hund zu klauen. Und Schülerjobs kosten nicht die Welt.

So geschützt würde selbst ich mich dort an einem Haken einreihen lassen und die News im Viertel erfahren und diskutieren. Abstand, Wasser und Leckerlis von Kalimero setze ich natürlich voraus.

Bin ich nicht genial? Ich sollte mich im Marketing bewerben.


Euer Kalo.