Eine gute Hundeschule finden

01.06.2020 12:15

Wie finde ich eine gute Hundeschule oder einen Hundetrainer in meiner Umgebung? 

Hundeschulen gibt es mittlerweile mehr wie Sand am Meer. Nach wie vor gibt es keine einheitlichen Regelungen bzw. Ausbildungen um eine Hundeschule zu betreiben. Lediglich eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG ist deutschlandweit erforderlich, wofür es jedoch keine einheitlichen Umsetzungsrichtlinien gibt. So ist die Erlaubniserteilung von Bundesland zu Bundesland verschieden und von den jeweiligen Veterinärämtern abhängig. 

Welches Ziel der Hundeausbildung habt ihr?

Zuerst solltet ihr euch über eure Ziele bewusst werden. Möchtet ihr lediglich ein paar Grundkommandos erlernen und einen Grundstein für euer Zusammenleben mit dem Hund legen, ist eine Hundeschule oder ein Hundetrainer erstmal ausreichend. Möchtet ihr euch dauerhaft mit eurem Hund unter Anleitung oder im Team beschäftigen oder eventuell Hundesport betreiben, solltet ihr euch gleich an einen Hundeverein wenden. 

Es muss nicht immer der Hundesport sein dem regelmäßig nachgegangen wird, aber ihr solltet eure Hunde in jedem Fall artgerecht auslasten. Das kann durchaus auch ein Suchspiel auf dem Spaziergang sein oder erlernen von Tricks im Wohnzimmer. Wichtig ist die regelmäßige Beschäftigung mit eurem Hund. Ansonsten sind Probleme vorprogrammiert. 

Macht euch am besten vor Anschaffung eines Hundes Gedanken über die Rasse die ihr euch zulegen wollt. 

Engere Auswahl der Hundeschule oder eines Hundevereins

Auf der Webseite könnt ihr in den meisten Fällen schon vorab sehen, ob regelmäßig Weiterbildungen besucht werden. Diese sind wichtig, da es unheimliche Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten der Hundeerziehung gab. Leider gibt es in diesem Bereich noch viele "Ausbilder der alten Schule". Allerdings kommt man mit dem Wattebäuschchen auch nicht immer weiter. Wie so oft wird euch der gesunde Mittelweg zum Ziel führen. 

An dieser Stelle möchte ich euch also auch gerne noch folgenden Artikel ans Herz legen: Die moderne Hundeerziehung: Wattebäuschchenwerfer, Wissenschaft, Shitstorms und Moral kritisch hinterfragt.

Übrigens: Hundetrainer bzw. Übungsleiter in Hundevereinen des DVG, müssen schon vom jeweiligen Verband alle 2 Jahre zu einer Fortbildung, um ihre Berechtigung behalten zu dürfen.

Habt ihr euch ein paar Hundeschulen und/oder Hundevereine raus gesucht, geht es ans erste kennen lernen mit den Trainern. Hier muss die Chemie natürlich stimmen, aber Hundetrainerinnen oder Hundetrainer müssen euch auch die Wahrheit vor Augen halten können. Es wird euch nicht weiter bringen, wenn sie euch mit Samthandschuhen anpacken nur damit ihr nächste Woche wieder kommt. Gute Hundetrainer haben genügend lernbereite Hundehalter und können sehr gut auf den ein oder anderen verzichten. Ihnen geht es neben der Tatsache damit eventuell seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und das Wohl des Hundes. Reich werden sie damit in der Regel nicht. Ihr eigentlicher Lohn ist der Erfolg der Mensch-Hund-Teams. 

Von reinen Spielstunden raten wir übrigens ausdrücklich ab! Hunde sollten schon früh mit anderen Hunden in Kontakt kommen, dann bilden sich hieraus auch soziale Kontakte die über die Jahre gepflegt werden können. Später führt es aber sehr häufig zu Keilereien die oft blutig ausgehen können. Nicht jeder Hund will mit jedem spielen! Oder wollt ihr mit 30 Jahren noch im Kinderparadies bei Ikea abgegeben werden?